S'sch mr alles 1 Ding (ver-rückte Schweizer Volkslieder)
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Uraufführungsbesetzung:
VOX-Vokalquartett Zürich
Claudia Dieterle, Alexandra Forster,
Javier Hagen, Norbert Günther
Produktionsnotizen:
24 Ver-rückte Volksliedarrangements
für 4 Stimmen (SATB) - leise Töne in einem lauten Alltag, 90 Minuten
unterhaltsame und nachdenkliche Volks-, Kunst- und Kinderlieder in den Arrangements/der
szenischen Umsetzung von Javier Hagen und Volker Ranisch. Nüchtern,
abstrakt und gleichzeitig verspielt spüren die Arrangements der verschwindenden
Liederwelt nach und legen dadurch deren Brüche, aber auch deren Hoffnungen
frei. Die musikalische Verformung ist hier Mittel zum Zweck: Tongeschlechts-
und Taktwechsel, Minimal Patterns, polymetrische Überlagerungen und
komplexe formale Strukturen. Damit reiht sich die Verformung einerseits
in die Tradition eines lebendigen und dynamisch sich verändernden Volksliedgutes
ein, andererseits steht sie als Symbol für unsere Zeit mit ver-rückten
Werten.
Audio:
S´sch mr alles 1 Ding
(Querschnitt)
Arrangierte Titel:
Der Mond ist aufgegangen
In einem kühlen Grunde
S'isch mer alles ei Ding
Abelied
Hopp, hopp, hopp Rösslein lauf Galopp
Der Geissbüäb
Wenn eine tannigi Hose hett
Vo Lozärn uf Weggis zue
Lied der Alpenrose
Es Buurebüebli mag ich nöd
Luegid vo Bärg und Tal
Die Blümelein, sie schlafen
Weisst du wieviel Sternlein stehen
Guten Abend, gut Nacht
Am Brunnen vor dem Tore
Heidenröslein
Hab oft im Kreise der Lieben
O Tannenbaum
Zogän am Bogä
O du liebs Ängeli
Im Aargäu sind zwöi Liebi
Es wott es Fraueli z'Märit gah
Alli miini Äntli
Dornröschen war ein schönes Kind
Hänsel und Gretel
S'esch äbe ne Mönsch uf Ärde
Pressestimmen:
Südkurier:
'brillant, hinter- und tiefgründig'
Schweizer Illustrierte (SI):
'Volkslieder nach Marthaler-Art, wirkungsvoll arrangiert.'
Marchanzeiger:
'raffiniert verzerrt.'
Glückspost:
'ein absolutes Must'
Brückenbauer:
'verblüffender Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne.'
RSR Espace 2:
'humour rossinien, irrévencieux et plein de tendresse'
Toggenburger Nachrichten:
'Arrangements mit einem köstlichen Mix aus Ironie, verhaltenem Spott
und erheiternden wie virtuosen Nebeneffekten - modern, abrupt, temperament-
und gefühlvoll'
Toggenburger:
'an Originalität kaum zu überbieten, mutig, frisch und frech,
innig und schalkhaft, überspitzt und schräg - eine ausgefeilte
Gratwanderung'.
March Höfe Zeitung:
'Volkslieder packend, witzig und unerwartet interpretiert und durch Verfremdungen
und seltsame Verschiebungen für ein modernes Verständnis zugänglich
gemacht. Die Arrangements arbeiten die Abgründigkeit romantischer Lieder
(Lindenbaum, das zerbrochene Ringlein) vorbildlich heraus. Überhaupt
faszinierend, wie die SängerInnen dieses Vokalquartetts mit dem Thema
des identitätsstiftenden Moments im Volkslied umgehen. Denn gerade
da wird ja ein heikles, gewissermassen vermintes Gelände betreten.
Denn dort, wo nur noch der im 'Lied der Alpenrose' beschworene 'stumme Gletschermund'
Antwort auf Fragen zu geben vermag, da wird es wahrlich ein wenig grauslich
- gerade diese unheimliche Dimension wusste das VOX-Quartett trefflich herauszuarbeiten,
gleichwertig neben dem naiv-verspielten und ironischen Zugang zum Altvertrauten.
...und manchmal kann die Verschiebung auch verblüffend weit in eine
surreale Skurrilität getrieben werden: etwa dann, wenn aus 'Alli mini
Äntli' ein minimalistisches Sado-Maso-Stück wird.'
CD´s:
CD-Einspielung bei 'musiques suisses'
mit
der Originalbesetzung VOX Vokalquartett
Koproduktion mit Schweizer Radio DRS2
MGB CD 6204
CD-Einspielung zweier Arrangements
mit dem Kammerchor der Musikhochschule Basel
Raphael Immoos (Leitung)
Koproduktion mit Schweizer Radio DRS
www.musik-idee.ch
Das VOX-Vokalquartett wurde 1994
in Zürich gegründet und tritt in Deutschland und der Schweiz als
Kammermusiker, Neuemusikperformer und Kleinkünstler auf. Zu den wichtigsten
Stationen von VOX gehören die Uraufführungen der Neufassung der
Berliner Messe Arvo Pärts (2000), der geistlichen Gesänge Martha
v. Castelbergs (2001), der Shakespeare-Sonette Maria Portens (2002) sowie
die Schweizer Erstaufführungen der Hesse- und Traklzyklen von Konrad
Weiss (2001/1997). 2003/04 sind weitere Highlights "Im Zeichen der
Schildkröte - Neue Schweizer Musik unter dem Eindruck der politischen
Aktualität" mit Jürg Henneberger (Leitung), Wolfgang Beuschel
(Regie) und Pius Morger (Klangraum) und das Esstheater "Audienz auf
Schloss Rütli" im Luzerner Art Deco Hotel Montana. Mit 'S'sch
mr alles 1 Ding' sind sie prominent an der Schweizer Kleinkunstbörse
im April 2003 in Thun, beim A-Capella-Virus Zug sowie überall zwischen
Bodensee und Jungfraujoch zu Gast. 2007 folgten sie mit dem Volksliederprogramm
einer ehrenvollen Einladung an das Centre Culturel Suisse in Paris.



